Wie lang sollte die Zinsbindungsfrist sein?
Die Wahl der „richtigen“ Zinsbindung hängt bei einem Baukredit von verschiedenen Faktoren ab. Eine längere Zinsbindung bringt zwar meist einen Zinsaufschlag mit sich, dafür ist Ihre Baufinanzierung länger von Zinserhöhungen am Kapitalmarkt unabhängig. Andererseits gilt, je kürzer der Zeitraum der Zinsfestschreibung, desto niedriger das Zinsniveau. Sofern Sie nicht mit einem deutlichen Anstieg der Zinsen rechnen, empfiehlt sich daher eine kürzere Festschreibung für Ihre Baufinanzierung.
Ein wirklich objektives Kriterium existiert nicht. Einen guten Mittelweg bietet eine Zinsbindungsfrist von zehn Jahren. Alternativ können Sie mit Ihrem Darlehensgeber darüber sprechen, den Baukredit in Teilbeträge aufzuteilen, deren Zinsen jeweils für fünf und zehn oder fünfzehn Jahre festgelegt werden. In aller Regel existieren für solche Teilbeträge Mindestsätze.
Da niemand zuverlässig vorhersagen kann, wie sich der Kapitalmarkt entwickelt, hängt die Entscheidung letztlich von Ihrer individuellen Einschätzung ab. Zu diesem Zweck bietet Ihnen Kredit-Magazin.de eine anschauliche Übersicht über die Entwicklung der Bauzinsen der letzten Jahre.