Worin unterscheiden sich Nominalzins und Effektivzins?
Der Nominalzins gibt die reine Verzinsung für einen Baukredit in Prozent an. Auf seiner Grundlage wird die Zinsrate berechnet, die für die Baufinanzierung anfällt.
Der Effektivzins hingegen beinhaltet weitere Kostenpunkte, die durch den Baukredit anfallen und auf die Dauer der Zinsfestschreibung verteilt werden. Dazu zählen Nominalzins, Auszahlungskurs, Damnum, Bearbeitungsgebühren, Tilgungssatz sowie Verrechnungstermine für Tilgung und Zins. Aus diesem Grund ist der Effektivzins höher als der Nominalzins.
So vermittelt der Effektivzins einen Überblick über die jährlichen Kosten einer Baufinanzierung und dient als Maßstab für den Vergleich von Darlehensangeboten. Allerdings können bei einer Baufinanzierung weitere Kosten hinzukommen, die auch der Effektivzins nicht einkalkuliert, zum Beispiel Wertermittlungsgebühren, Bereitstellungszinsen oder die Kosten für die Kontoführung.
Laut Preisangabenverordnung (PAngV) sind die Darlehensgeber verpflichtet, den Effektivzins anzugeben.