Was ist der Beleihungswert und wie hängt der Beleihungsauslauf damit zusammen?
Als Beleihungswert bezeichnet man den geschätzten dauerhaften Wert einer Immobilie. Für die Baufinanzierung ist der Beleihungswert von großer Bedeutung, weil er dem Kreditgeber zur langfristigen Risikobeurteilung dient. So errechnet sich die maximale Höhe für jeden Baukredit aus einem Prozentsatz des Beleihungswerts, der so genannten Beleihungsgrenze.
Während sich der Beleihungswert bei selbst genutztem Wohneigentum am Sachwert der Immobilie orientiert, d.h. am Bodenwert sowie Gebäudewert, stützt er sich bei vermieteten Immobilien auf den geschätzten Ertrag durch dauerhaft erzielbare Einnahmen. Zusätzlich wird ein pauschaler Sicherheitsabschlag von 10-20% vorgenommen, um etwaige Fluktuationen am Zinsmarkt für die Baufinanzierung zu berücksichtigen.
Der Beleihungsauslauf spiegelt bei einem Baukredit das Verhältnis von Nominalbetrag und Beleihungswert wider. Bei einem Kredit Betrag von 120.000 € und einem Beleihungswert von 200.000 € etwa beträgt der Beleihungsauslauf 60%. Bei einer solchen Baufinanzierung spricht man auch von einer 60%igen Beleihung.
Um den Beleihungswert einer Immobilie festzustellen, benötigt man ein Wertgutachten eines unabhängigen Bausachverständigen.