Bausparen
Sparen für die eigenen vier Wände
Bausparen ist in Deutschland klassischerweise die beliebteste Form der Eigentumsfinanzierung. Vor allem durch die staatlichen Förderungen ist Bausparen für jeden zukünftigen Wohnungseigentümer oder Bauherren bestens geeignet. Hinzu kommt, dass ein Bauspar-Darlehen sehr günstig verzinst ist und die Zinsen während der gesamten Zeit gleich bleiben. Das bedeutet Planungssicherheit und Sparvorteile.
Dabei ist die dem Bausparen zu Grunde liegende Idee denkbar einfach: Viele Sparer zusammen entlasten den Einzelnen und verkürzen die Frist, in der man ein Bauspardarlehen erhalten kann.
Bausparvertrag
Sparen mit Vertrag
Jeder Sparer schließt mit einer Bausparkasse einen Bausparvertrag ab, in dem die Bausparsumme und die Verzinsung für das spätere Bauspardarlehen festgehalten werden. Darüber ergeben sich auch die monatlichen Sparraten, die langsam das Mindestguthaben ergeben. Kredit Magazin erläutert Ihnen die Besonderheiten und die einzelnen Schritte in einem Bausparvertrag.
Bausparvertrag
Was bedeutet Bausparen?
Ein Bausparvertrag ist im Prinzip ein Vertrag zwischen Sparer und Bausparkasse über die langfristige Finanzierung einer Immobilie. Dabei wird die im Vertrag festgelegte Bauspar-Summe zu einem fixen Prozentsatz über monatliche Beiträge angespart. Ein Bausparvertrag ist wie eine Art von Tauschgeschäft: Um einen Anspruch auf ein Bauspar-Darlehen zu erhalten, muss der Sparer einen Teil der Summe, die sich aus dem Spar- sowie dem Kredit-Anteil zusammensetzt, ansparen. Das Guthaben, über das er in der Sparphase verfügt, muss er im Gegenzug zu seinem Darlehensanspruch anderen Bausparern als niedrig verzinste Baufinanzierung bereitstellen.
Durch das über die Jahre angesparte Eigenkapital ist die Belastung für den zukünftigen Bauherren oder Wohnungskäufer überschaubar. Außerdem kann sich der Bausparer mit dem vertraglich festgelegten Darlehens-Zinssatz von den Zinsentwicklungen auf den Kapitalmärkten unabhängig machen. Dies ist ein entscheidender Vorteil vom Bausparen. Der Zinssatz für das Bausparen bestimmt generell auch den Zins für das Baudarlehen; meist liegt der Unterschied bei etwa zwei Prozent.
- Begrenzung der Bausparsumme:
Ein zukünftiger Bauherr oder Immobilienkäufer wird im Normalfall neben dem Bauspar-Darlehen noch andere Kredite zur Finanzierung zum Einsatz bringen. Dabei sollte man beachten, dass die monatliche Belastung durch ein Bauspardarlehen aufgrund der hohen Tilgungsrate nicht unterschätzt werden sollte. Dadurch werden auch die finanziellen Mittel der weiteren Kredite beschränkt und es ergibt sich eine Grenze für den gewünschten Bausparbetrag.
Gesetzesänderung
Mit Beginn des Jahres 2009 gab es eine entscheidende gesetzliche Änderung bei Bausparverträgen. Sparer, die vor dem 1. Januar 2009 einen Vertrag abgeschlossen und für diesen bis Ende 2008 wenigstens den Mindestspar-Beitrag geleistet haben, können auch weiterhin nach Ablauf der Sperrfrist von sieben Jahren über das angesparte Guthaben verfügen, ohne dabei an einen Verwendungszweck gebunden zu sein.
Ab dem 1. Januar 2009 müssen geförderte Bausparverträge nach der Auszahlung innerhalb einer Frist für „wohnungswirtschaftliche Zwecke“ genutzt werden; im anderen Fall muss die Bauprämie zurückgezahlt werden.