•  
  •  

Bausparvertrag

Der Klassiker für die Baufinanzierung

Bausparvertrag

Bausparen gilt bis heute als die gängigste Variante der Ansparform für den Erwerb von Wohneigentum. Ein Großteil der Deutschen ist im Besitz von einem Bausparvertrag und trotz einiger gesetzlicher Änderungen bleibt dieser Trend ungebrochen. Entscheidender Grund dafür sind sicher die verschiedenen staatlichen Förderungen, die mit dem Abschluss eines Bausparvertrags verbunden sind. Aber ist ein solcher Vertrag wirklich das Beste für eine Baufinanzierung? Was passiert eigentlich nach dem Unterschreiben des Vertrages und für wen eignet sich dieser? Kredit Magazin informiert rund um das Thema Bausparvertrag.

 

Bausparen - Zurück zum Bausparen Überblick
Bausparvertrag Phasen - Die einzelnen Stufen beim Bausparen

 

  • Was ist ein Bausparvertrag?

Ein Bausparvertrag ist im Idealfall für jeden, der in der Zukunft den Bau oder den Erwerb eines eigenes Hauses bzw. Wohnung plant, eine Erleichterung bei der Finanzierung. Denn mit diesem Vertrag erhält der Häuslebauer zum Baustart oder zum Immobilienkauf ein Bauspardarlehen zu bereits zuvor fest vereinbarten Zinsen.

Der Bausparer geht mit der entsprechenden Bausparkasse einen Vertrag ein, den Bausparvertrag. Dieser ist seit Januar 2009 an die Verwendung für "wohnwirtschaftliche Zwecke" gebunden, bis dahin konnte ein Bausparvertrag auch als reine Geldanlage abgeschlossen werden.

Bereits mit Abschluss des Vertrages kann der Sparer festlegen, in welcher Höhe später die monatliche Belastung für ihn ausfallen wird. Durch die Einigung auf die monatlich zu zahlenden Raten sowie der Zinsen ergibt sich auch die Höhe des letztendlich ausbezahlten Darlehens. Zu beachten ist dabei Folgendes: Bei der späteren Baufinanzierung sollte die durch den Bausparvertrag erreichte Summe höchstens ein Drittel des geplanten Finanzierungsvolumens ausmachen.
Mit dem Bausparvertrag ist die Bausparsumme, die zu dem festgelegten Zinssatz über die monatlichen Raten angespart werden soll, vertraglich vereinbart. Bei der späteren Zuteilung der Bausparsumme wird der zur im Vertrag vereinbarten Summe fehlende Teil dem Sparer als Bauspardarlehen eingeräumt. So kann dieser dann die volle Bausparsumme in Anspruch nehmen.

  • Für wen lohnt sich ein Bausparvertrag?

Ein Bausparvertrag kann für jeden sinnvoll sein, der weiß, er will in einigen Jahren ein Haus bauen oder eine Wohnung finanzieren. Ist man sich jedoch relativ sicher, auch in Zukunft kein Wohneigentum erwerben zu wollen, kann man auf den Abschluss von einem Bausparvertrag durchaus verzichten. Auch wenn sich ein solcher Vertrag ebenfalls für bestimmte Renovierungen in einer Mietwohnung nutzen lässt, ist in einem solchen Fall ein normaler Ratenkredit in der Regel sinnvoller.

Eine entscheidende Änderung trat mit dem Jahresbeginn 2009 ein. Konnte man zuvor einen Bausparvertrag, der bis zum Ende 2008 abgeschlossen und für den die Mindestansparsumme geleistet wurde, noch frei - eben auch als Geldanlage - verwenden, ist dies seit Beginn des Jahres 2009 nicht mehr möglich. Nun müssen alle mit dem Bauspardarlehen beglichenen Maßnahmen unter die wohnwirtschaftliche Verwendung fallen.

Unter dieser Bezeichnung lassen sich neben dem reinen Kauf oder Bau einer Immobilie auch Renovierungsarbeiten einordnen, etwa der Ausbau des Daches. Mieter können ihren Bausparvertrag einsetzen, wenn sie zum Beispiel ihr Bad instand setzen wollen.

In allen Fällen sollte ein Bausparer bei Abschluss des Vertrages genau durchrechnen, wie hoch die Bausparsumme am Ende tatsächlich sein darf, damit die monatliche Belastung durch die Zahlung des Sparbeitrags nicht zu stark ausfällt. Am besten kann man sich danach richten, wie viel man unter Berücksichtigung der Wohnungsbauprämie bzw. der Arbeitnehmer-Sparzulage im Monat als Beitrag erübrigen kann. Grundsätzlich sollte die Bausparsumme im Vertrag lieber zu niedrig als zu hoch angesetzt werden.

  • Nützt mir ein Bausparvertrag für die Baufinanzierung?

Ein Bausparvertrag gehört für viele ganz automatisch zu einer vielschichtigen Baufinanzierung dazu. Tatsächlich kann ein solcher Vertrag einen Teil der gesamten Finanzierung ausmachen.

Zuerst einmal sollte man feststellen, ob man seinen Bausparvertrag bereits für die Baufinanzierung nutzen kann, d.h. ob dieser "zuteilungsreif" ist. Der Bausparer muss eine Mindestsparzeit, die zwischen dem Vertragsabschluss und dem frühestmöglichen Zuteilungszeitpunkt liegt, einhalten. In der Regel umfasst die Mindestsparzeit einen Zeitraum von zwölf bis 80 Monaten. Erst danach ist auch eine Auszahlung vor der offiziellen Zuteilungsphase möglich.

Zu beachten ist allerdings, dass man bei einer früheren Auszahlung den Anspruch auf ein günstiges Bauspardarlehen verliert und eventuell die erhaltenen staatlichen Förderungen zurückzahlen muss. Auch die Abschlussgebühr für den Bausparvertrag wird dann nicht zurückerstattet. Es ist daher sinnvoll, die Bausparkasse vor der Kündigung um die Berechnung aller Kosten zu bitten, denn so zeigt sich schnell, ob letztendlich die Auflösung oder die Beibehaltung des Vertrags günstiger ist.

Besitzt man einen Bausparvertrag und will in absehbarer Zeit bauen, der Vertrag ist jedoch noch nicht "zuteilungsreif", dann kann man einen Zwischenkredit bis zur Zuteilung überdenken. Unkalkulierbar ist dabei der genaue Zuteilungstermin: Auch wenn man ein ausreichendes Mindestguthaben und eine entsprechende Mindestlaufzeit erreicht hat, kann der Vertrag noch unter der Zielbewertungszahl liegen. Damit rückt der Zeitpunkt der Zuteilung des Bausparvertrags in unbestimmbare Ferne. Bei Abschluss von einem Zwischenkredit muss diese mögliche Verzögerung und die damit verbundenen Kosten beachtet werden.

Ein Bausparvertrag lohnt sich dann für eine Baufinanzierung, wenn man am Ende das Bauspardarlehen tatsächlich für den Hausbau oder -Kauf nutzt. Denn bereits mit dem Abschluss des Bausparvertrags kann sich der Sparer einen günstigen Zinssatz für das Darlehen sichern und so die Belastung durch die Baufinanzierung einfacher abschätzen. Im Normalfall ergibt sich die Höhe des Darlehens aus der Differenz zwischen der vertraglich festgelegten Bausparsumme und dem angesparten Bausparguthaben.

 

Bausparen - Übersichtsseite zum Bausparen
Bausparvertrag Phasen - Schrittweise zum Bauspardarlehen

Baukredit Zins-Check

Vorhaben

Zinsbindung

Objektwert

Euro

Kreditsumme

Euro

Tilgung

%
Kostenlose Beratung
Unabhängige Beratung

Nutzen Sie den Gratis-Service von Kredit Magazin und lassen Sie sich persönlich und unabhängig bei Ihrer Baufinanzierung beraten:

- Unabhängige Finanzexperten
- Vermittlung kostenlos
- Beratung direkt in Ihrer Nähe

Informieren Sie sich:

Unabhängige Beratung

Aktuelle Zinsentwicklung

Verschaffen Sie sich mit dem Baukredit Zins-Chart bei Kredit Magazin einen Überblick über die Zinsentwicklung der letzten Jahre: