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Immobilien-Ratgeber

Anschlussfinanzierung

Die Anschlussfinanzierung ist ein notwendiger Teil jeder Baufinanzierung. Viele Kreditnehmer machen sich kaum Gedanken darüber, was nach dem Ende der Zinsbindung geschieht, und erleben in der Folge häufig eine unangenehme Überraschung. Denn ist die Zinsbindungsfrist verstrichen, kann die Bank den Zinssatz für den Baukredit an das laufende Zinsniveau anpassen.

 

Arten der Anschlussfinanzierung

Es existieren unterschiedliche Arten der Anschlussfinanzierung. Bleibt der Kreditnehmer beim gleichen Baufinanzierer und handelt neue Konditionen für seinen Baukredit aus, so spricht man von einer Prolongation. Wechselt er hingegen zu einem anderen Anbieter, handelt es sich um eine Umschuldung. Um beide Optionen in Betracht ziehen zu können, sollten Sie sich unbedingt mindestens 6 Monate vor Ende der Zinsbindung nach neuen Kredit Angeboten umsehen. Nur so haben Sie genügend Zeit, Baukredite zu vergleichen und entweder zu einem neuen Anbieter zu wechseln oder aber gute Konditionen bei Ihrem derzeitigen Baufinanzierer auszuhandeln.

 

Prolongation einer Baufinanzierung

In der Regel unterbreiten Kreditinstitute einige Wochen vor Ablauf der Zinsbindungsfrist Angebote für eine Prolongation. Sollte sich Ihr Baufinanzierer nicht von selbst melden, dann fordern Sie ihn auf, seine Konditionen für eine Prolongation mitzuteilen, und stellen Sie sie anderen Angeboten kritisch gegenüber. Manche Banken spekulieren bei den Erstangeboten für eine Prolongation auf die Trägheit Ihrer Kunden und bieten nicht sofort den bestmöglichen Zinssatz. Wer jedoch zeigt, dass er den Markt kennt und Verhandlungsgeschick beweist, kann oft einen günstigeren Preis aushandeln.

 

Anschlussfinanzierung durch Umschuldung

Wer nicht gezwungen sein will, auf das Prolongationsangebot seiner Bank einzugehen und eventuell einen höheren Zins zu zahlen, sollte über eine Umschuldung nachdenken und sich frühzeitig nach Alternativen für umsehen. Bedenken Sie bei der Kalkulation, dass beim Bankenwechsel erneut Notar- und Grundbuchgebühren fällig werden, weil die Grundschuld auf den neuen Kreditgeber umgeschrieben werden muss. Die Umschuldung auf einen günstigen Zins kann diese Kosten jedoch mehr als wettmachen.

 

Ein neuer Baukredit Vergleich

Grundsätzlich gilt für eine Anschlussfinanzierung natürlich, dass Sie sich nach dem günstigsten Zinssatz umsehen sollten. Führen Sie darum rechtzeitig einen erneuten Baukredit-Vergleich durch und holen Sie aktuelle Angebote ein. Die Berechnungsgrundlage für den Zins ist dabei die zu diesem Zeitpunkt bestehende Restschuld. Zu empfehlen ist dasjenige Angebot, mit dem nach dem Ende der neuen Zinsbindung die Restschuld am geringsten ausfällt. Auf diese Weise sparen Sie nicht nur Zinsen, sie treiben auch die Tilgung der Restschuld voran. Denn selbst wenn Sie einen Baukredit ausfindig machen, dessen Zins unter dem bisher gezahlten liegt, sollten Sie die Höhe der Monatsrate unverändert lassen und lieber den Tilgungssatz erhöhen. So hilft Ihnen die Anschlussfinanzierung, Ihren Baukredit schneller abzubezahlen.

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