Monatlicher Spielraum
Bevor Sie Ihre Immobilienfinanzierung planen können, müssen Sie zuerst einmal Ihren finanziellen Spielraum kennen. Stellen Sie dazu Ihre Einnahmen den Ausgaben gegenüber, die Sie monatlich tätigen. Die Differenz beider Summen gibt an, wie viel Geld Sie monatlich für Ihren Immobilienkredit aufbringen können.
Zu den monatlichen Einnahmen zählen die regelmäßigen Nettoeinkünfte aus festen Arbeitsverhältnissen, aber auch aus selbständigen Tätigkeiten. Wenn Sie darüber hinaus weitere regelmäßige Einnahmen erhalten, etwa Erträge aus bereits bestehenden Immobilien oder Kapitalanlagen, Pensions- oder Rentenzahlungen, Kindergeld oder Unterhaltszahlungen, so kalkulieren Sie sie für Ihre Immobilienfinanzierung mit ein.
Gern unterschätzt werden die monatlichen Ausgaben. Hierzu gehören neben Mieten (die für Selbstnutzer in Zukunft natürlich wegfallen) und sonstigen Wohnkosten auch Unterhaltskosten, Beiträge für Mitgliedschaften und Zusatzversicherungen sowie Raten für Bausparverträge oder Kredite. Einen großen Teil machen außerdem die Lebenshaltungskosten aus, Gebühren für Telefon und Rundfunk sowie Ausgaben für Auto, Einrichtungsgegenstände, Kleidung und natürlich Freizeitunterhaltung.
Setzen Sie bei der Planung Ihrer Immobilienfinanzierung im Zweifel pauschale Beträge an. Viele Baufinanzierer veranschlagen bei der Kalkulation des monatlichen Spielraums für allein stehende Kreditnehmer etwa 500-600 Euro, für Paare 800-900 Euro an Lebenshaltungskosten an. Mit jedem Kind erhöht sich diese Summe um weitere 200 Euro.