Unter Bruttojahresverdienst versteht man die jahresdurchschnittlichen Bruttolöhne der Arbeitnehmer. Dazu gehören alle regelmäßigen und unregelmäßigen Zahlungen für geleistete Arbeit vor Abzug der Lohnsteuer und der Arbeitnehmersozialbeiträge.
Das Bruttojahreseinkommen der vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmer im Handel-, Kredit- und Versicherungsgewerbe sowie im Produzierenden Gewerbe ist 2005 im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Prozent auf 40.642 Euro im Schnitt gestiegen. Dabei konnten teilweise gravierende Gehaltschwankungen im Bundesgebiet festgestellt werden. In allen erfassten Wirtschaftsbereichen stiegen die durchschnittlichen Bruttoverdienste in den neuen Bundesländern um 1,5 Prozent auf 29.795 Euro und im alten Bundesgebiet um 2,1 Prozent auf 41.943 Euro. Die Verdienste im Osten entsprechen damit nur 71 Prozent der West-Verdienste.
Gegenstand der Untersuchungen waren zudem die geschlechtsspezifischen Gehaltsunterschiede in Deutschland. Vollzeitbeschäftigte Männer verdienten 2005 in den genannten Wirtschaftsbereichen im Schnitt fast 9.000 Euro mehr als ihre weiblichen Kollegen. Das liegt allerdings nicht daran, dass Männer und Frauen für die gleiche Tätigkeit unterschiedlich bezahlt werden, sondern an den Unterschieden in der männlichen und weiblichen Arbeitnehmerstruktur.