Zu Beginn des kommenden Jahres wird der Internationale Währungsfond (IWF) 19 der 20 ärmsten Länder der Erde die Schulden erlassen. Dem letzten übrig gebliebenen Land Mauretanien werden die Schulde auch erlassen, wenn es den Nachweis erbringt, dass das eingesparte Geld zur Armutsbekämpfung verwendet wird.
Insgesamt beträgt der Schuldenerlass der IWF 3,3 Mrd. $ (2,8 Mrd. Euro); IWF-Chef Rodrigo Rato nannte dies "ein[en] historische[n] Moment". Nachdem befürchtet worden war, dass sich dieser Schritt noch einige Zeit hinauszögern würde, wurde er von vielen Seiten begrüßt. Damit soll das Ziel, die Weltarmut bis 2015 zu halbieren, realisiert werden. Entscheidend mitgewirkt haben die G8, die bei ihrem letzten Gipfeltreffen den Annstoß gaben. Finanziert hat die IWF den Schuldenerlass durch Goldverkäufe aus einem von 43 Ländern finanzierten Sondertopf.
Nach dem Schritt der IWF zieht auch die Weltbank in Erwägung, Schulden zu erlassen.