Das Münchner Ifo-Institut sieht im von Bundeskanzlerin Angela Merkel angekündigten Kombilohnmodell den wichtigsten Reformentscheid des Jahres 2006. Die Arbeitslosigkeit lasse sich mit staatlichen Zuschüssen zu niedrig bezahlter Arbeit stark senken.
Hans-Werner Sinn (Ifo-Chef):"Wir haben seit 35 Jahren einen Trend der steigenden Arbeitslosigkeit. Nur mit Kombilöhnen lässt er sich brechen. Allerdings braucht man mehr als nur Lippenbekenntnisse. Wenn das Ifo-Modell der aktivierenden Sozialhilfe konsequent durchgezogen wird, könnte die Arbeitslosenzahl um 2,3 Millionen sinken."
Seiner Meinung nach müsse dabei niemand Lohneingeständisse machen. Sinn weiter: "Der heutige Sozialstaat bezahlt Millionen von Menschen unter der Bedingung, dass sie nicht arbeiten, also fürs Wegbleiben. Bezahlt er sie statt dessen fürs Mitmachen, werden Wunder am Arbeitsmarkt geschehen."