Kredit-Magazin News vom 29.04.05 Welche Kreditkarte ist die Richtige?
Seit Ende 2001 wuchs die Zahl der in Deutschland ausgegebenen Kreditkarten um 20 Prozent auf 22 Millionen. Momentan gibt es vier verschiedene Kreditkartenanbieter: American Express, Diners Club, Eurocard/Mastercard und Visa. American Express und Diners Club vertreiben ihre Karten selbst und gewährleisten somit in ganz Deutschland einheitliche Preise. Im Gegensatz dazu werden Eurocard/Mastercard und Visa von Banken, Organisationen und Unternehmen vertrieben, die jeweils die Gebühren bestimmen, die damit unterschiedlich ausfallen können.
Des Weiteren lassen sich grundsätzlich drei unterschiedliche Arten von Kreditkarten unterscheiden. Zum einen die „Charge Card“, die an ein Girokonto gebunden ist. Mit der jeweiligen Bank wird ein Verfügungsrahmen vereinbart, der sich am Girokonto orientiert. Der Verfügungsrahmen kann zinslos verbraucht werden, muss allerdings auf einen Schlag beglichen werden, meistens per Lastschrift. Diese wird bis zu vier Wochen später abgebucht, ohne dass Überziehungszinsen anfallen. Alle oben genannten Kreditkartenanbieter haben „Charge Cards“ im Angebot.
Die „Debit Card“ hat große Ähnlichkeiten mit der ec-Karte. Hierbei werden die getätigten Ausgaben innerhalb kürzester Zeit abgebucht. Im Vergleich zur ec-Karte wird die „Debit Card“ weltweit mehr akzeptiert. Visa und Eurocard bieten Versionen dieser Karte an.
Schließlich gibt es noch die „einzig wirkliche“ Kreditkarte, die klassische Kreditkarte. Der mit der Bank ausgehandelte Kredit kann entweder einmal monatlich auf einmal und zinsfrei oder in Raten zurückgezahlt werden, wobei aber hohe Sollzinsen anfallen. Die klassische Kreditkarte entspricht somit einem Bankkredit. Voraussetzung für die Kreditvergabe ist die Kreditwürdigkeit des Kunden. Die „goldenen Kreditkarten“ von Visa und Eurocard sind klassische Kreditkarten.