In Deutschland geht der Trend auf dem Arbeitsmarkt immer mehr Richtung Zweit- und Drittjob. Eine Studie des Instituts für Arbeitmarkt- und Berufsforschung (IAB) ergab, dass die Zahl der Mehrfach-Jobber im Zeitraum von 2000 bis 2004 von 300.000 auf 1,5 Millionen stieg. Der prozentuale Anteil der Mehrfach-Beschäftigten lag 2004 damit bei 4,7 Prozent.
Seit April 2003 ist es möglich, neben einer sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung auch einen Zweitjob mit einem Einkommen von höchstens 400 Euro nachzugehen. Häufig müssen Menschen mehrere Mini-Jobs gleichzeitig machen um überleben zu können.
In strukturschwächeren Gegenden wie im Osten ist das Mini-Job-Phänomen besonders stark ausgebreitet. Auffällig, dass mehr Frauen als Männer einen Zusatzjob haben. Mitte 2004 hatten 630.000 Männer und 830.000 Frauen einen Nebenjob.