Kredit-Magazin News vom 16.06.2008
AIG-Chef muss gehen
An der Wall Street fordert die Kredit Krise neue Opfer. Nach einem Bericht des Handelsblatts muss Martin Sullivan, Vorstands- vorsitzender des weltweit größten Versicherungskonzerns AIG (American International Group), seinen Posten räumen. Sullivan gibt damit dem Druck der Aktionäre nach, die seinen Rücktritt gefordert hatten, nachdem die AIG einen Verlust von mehr als 7 Mrd. US-Dollar gemeldet hatte. Dabei handelt es sich um den größten Quartalsverlust in der Geschichte des Unternehmens. Insgesamt hat AIG durch die Krise an den Kredit und Finanzmärkten bereits rund 30 Mrd. US-Dollar verloren. Nachfolger Sullivans wird der bisherige Chairman Robert Willumstad.
Neben der AIG sind zahlreiche Banken und Finanzdienstleister an der New Yorker Wall Street von den Folgen der Kredit Krise betroffen, Topmanager fürchten nun um ihre Positionen. Unter den betroffenen Unternehmen befindet sich auch die Investmentbank Lehmann Brothers, die Abschreibungen in Milliardenhöhe vornehmen musste. Über die Zukunft ihres CEO, Richard Fuld, wird derzeit heftig spekuliert.
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