Kredit-Magazin News vom 12.03.2009
Banken senken Tagesgeldzinsen, Kredit Verzinsung bleibt konstant
Die Senkung der Leitzinsen durch die Europäische Zentralbank (EZB) in der vergangenen Woche hat sich bislang nicht auf die Kredit-Konditionen für private Kunden ausgewirkt. Trotz des historischen Tiefstands des Leitzins bleiben die durchschnittlichen Zinssätze für Privatkunden relativ konstant. Dagegen senken immer mehr Institute die Zinsen für ihre Tagesgeld- und Festgeldanlagen. Nach Angaben von Welt Online vergeben die Banken mittlerweile nur noch durchschnittlich rund 2,29 Prozent Zinsen; vor einem Jahr lagen die Tagesgeldzinsen im Schnitt noch bei 3,33 Prozent.
Hintergrund ist, dass die Leitzinssenkung die Situation im Internbankenhandel deutlich entspannt hat: Die Kredit Banken leihen sich untereinander wieder einfacher Geld. Zudem können die Institute bei der EZB zu günstigen Zinsen Kredite aufnehmen. Die Banken sind damit nicht mehr in dem Maße von Kundengeldern abhängig und bieten in Folge dessen für ihre Anlageprodukte keine hohen Zinsen mehr.
Nach einer Auswertung der Frankfurter Finanzberatung FMH sind die Institute jedoch noch unentschlossen, die niedrigen Zinsen bei Krediten an die Kunden weiterzugeben. FMH-Chef Max Herbst erläutert: "Nach Verlusten der vergangenen Monaten versuchten sich die Institute teils durch das Beibehalten höherer Darlehenszinsen zu sanieren". Einige Banken erhöhten demnach auch die Dispozinsen bei Überziehung des Girokontos. bor
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