Kredit-Magazin News vom 12.11.2009
Banken verlangen weiterhin übermäßige Zinsen für Dispokredite
Wie aus einer Überprüfung der Verbraucherzentrale NRW hervorgeht, verlangen Banken und Sparkassen häufig immer noch überzogene Zinsen für Dispositionskredite. Die Verbraucherzentrale hatte im Oktober dieses Jahres bei einer Stichprobe unter 15 überregionalen Bankinstituten Zinsen von 7,9 Prozent bis 16,99 Prozent festgestellt. Damit werden für das teuerste Angebot 16 Prozent mehr Zinsen von den Bankkunden verlangt als die Institute selbst für geliehenes Geld zahlen müssen. Der Drei-Monats-Euribor (Zinssatz für kurzfristige Gelder im Interbankengeschäft) ist mit 0,8 Prozent seit mehreren Wochen auf einem bisher einmaligen Tiefststand.
Spitzenreiter in der Erhebung der Verbraucherzentrale war das "Aktiv-Konto" der Citibank, bei dem die Dispozinsen bei 16,99 Prozent liegen. Auf den nächsten Plätzen folgen die Santander Consumer Bank mit ebenfalls je nach Kredit-Höhe bis zu 16,98 Prozent, die Postbank mit 13,5 Prozent sowie die Deutsche Bank mit 12,75 Prozent. Die staatlich gestützte Commerzbank verlangt von ihren Kunden 13,24 Prozent Überziehungszinsen.
Entgegen einer Zusicherung der Spitzenverbände der deutschen Kreditwirtschaft, ihre verbesserte Refinanzierungssituation bei den Kredit-Konditionen an die Verbraucher weiterzugeben, gibt es laut der Verbraucherschützer kaum Veränderungen. So hatten zehn der 15 Banken im Test die Zinssätze zwischen Juli und Oktober nicht verändert, bei den restlichen Banken lagen die Zinssenkungen durchschnittlich bei etwas über einem halben Prozentpunkt. bor
Weiterführende Links und Informationen zum Thema
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