Kredit-Magazin News vom 02.09.2010
Bankkunden informieren sich online aber schließen Vertrag in der Filiale ab
Bankkunden bedienen sich immer mehr des Internets um sich über Finanzprodukte zu informieren. Wenn es dann aber um den Abschluss eines Finanzgeschäfts geht, zieht eine deutliche Mehrheit den Gang in eine Bankfiliale vor. Wie eine Gemeinschaftsstudie von Deutsche Bank Research, Google und der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zeigt, bewegen sich innerhalb von drei Monaten über 60 Prozent der Internetnutzer online auf Seiten zu Finanzthemen, dabei geben 20 Prozent bei der Suche finanzrelevante Anfragen ein.
Im Gegensatz zu dieser hohen Internetnutzung bei der Recherche steht der Abschluss von Finanzgeschäften über das Internet. Im Jahr 2009 kamen lediglich 11,4 Prozent der Vertragsabschlüsse tatsächlich online zustande. Damit haben die Onlinegeschäfte jedoch über die letzten Jahre zugenommen, so lag der Anteil im Jahr 2004 noch bei 7,2 Prozent. Blieb parallel dazu der Filialabsatz mit rund 82 Prozent seit 2004 relativ konstant, verlor der Anteil der Abschlüsse per Brief oder Telefon stetig.
Bei den Finanzangeboten, die über das Internet gekauft werden, nehmen einfache und leicht vergleichbare Produkte den Hauptteil ein. Dazu gehören als Spitzenreiter mit 27 Prozent das Tagesgeld, gefolgt von Kreditkarten mit 18,6 Prozent sowie Festgeld und das Girokonto mit 16,6 und 12,4 Prozent. Sobald es jedoch um langfristigere und komplexere Produkte wie Vorsorge oder Baufinanzierung geht, bevorzugen die Bankkunden weiterhin den Abschluss in der Filiale. sch
Weiterführende Links und Informationen zum Thema
>> Tagesgeld Vergleich - Tagesgeldzinsen und Einlagensicherung
>> Girokonto Vergleich - Konto-Besonderheiten und -Leistungen
>> Festgeld Empfehlung - Besondere Festgeld-Redaktionstipps