Kredit-Magazin News vom 27.06.2009
Bundesbank-Zahlen zeigen enorme Zunahme der Bargeldabhebungen
Nach dem neuesten Monatsbericht der Bundesbank haben die Deutschen infolge der Kredit Krise ihr Anlageverhalten verändert. Demnach konzentriert sich das Vertrauen der Bürger vermehrt auf Bargeld, anstatt dieses auf dem Girokonto zu behalten oder vermehrt mit Scheck- und Kreditkarten zu zahlen. So konnte laut Bundesbank-Angaben zwischen Ende September und Ende Oktober 2008 im Vergleich zum Vorjahr eine deutlich höhere Nachfrage nach Bargeld registriert werden. Höhepunkt der Abhebungen war der 10. Oktober, an dem in Deutschland bundesweit 4,2 Mrd. Euro abgehoben, jedoch nur 1,5 Mrd. Euro eingezahlt wurden.
Allein im Oktober wurde dabei eine Summe von 11,4 Mrd. Euro in 500-Euro-Scheinen ausgezahlt. Im Vergleich dazu waren es im gesamten Jahr 2008 ohne den Oktober lediglich 10,3 Mrd. Euro in großen Scheinen. Bislang sind nach Angabe der Bundesbank nur wenige der im Oktober ausgegebenen 500-Euro-Scheine zur Bundesbank zurückgeflossen. Seit Mai nehme der Rückfluss erstmals wieder deutlicher zu.
Wie zudem eine Umfrage im Auftrag der Bundesbank ergab, präferieren die Bundesbürger weiterhin Bargeld zum Bezahlen. Rund 60 Prozent der in der Umfrage aufgezeichneten Umsätze wurden mit Münzen und Scheinen getätigt, nur knapp über ein Viertel nutzten eine Debit Card wie etwa die EC-/Maestro-Karte. Der allgemeine langjährige Trend zeigt dagegen jedoch, dass im Handel der Anteil an Barzahlungen weiter abnimmt. Nach Ansicht der Bundesbank wird diese Entwicklung fortdauern. bor
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