Kredit-Magazin News vom 18.07.2008
Citigroup atmet trotz erneuter hoher Abschreibungen auf
Der durch die Kredit Krise schwer getroffene US-Finanzkonzern Citigroup musste im dritten Quartal dieses Jahres erneut hohe Verluste von 2,6 Mrd. US-Dollar (1,6 Mrd. Euro) verzeichnen. Allerdings hatten Experten ein noch größeres Minus befürchtet. Die Abschreibungen und Werteinbußen des Finanzinstituts wegen der Kreditkrise umfassen mit den neuen Belastungen inzwischen etwa 50 Mrd. Dollar. "Wir haben unseren Verlust im Vergleich zum ersten Quartal halbiert. Die Abschreibungen fielen um 42 Prozent. Obwohl es für uns noch viel zu tun gibt, sind wir durch unsere Fortschritte ermutigt", kommentierte Citigroup-Vorstandschef Vikram Pandit die Zahlen.
Die Bank verschaffte sich indessen u.a. durch den Verkauf der Citibank etwa 40 Mrd. Dollar frisches Kapital. Die französische Genossenschaftsbank Crédit Mutuel hatte mit der Citibank das deutsche Privatkundengeschäft der Citigroup übernommen. Durch die Transaktion erzielte die Citigroup nach eigenen Angaben einen Gewinn von rund 4 Mrd. US-Dollar nach Steuern. Pandit zu dem Verkauf der deutschen Citibank: "Die Transaktion bedeutet einen weiteren strategischen Schritt in unserem Bestreben, Citi zu reorganisieren und unsere Bilanz zu stärken".
Die Aktienbörsen reagierten positiv auf die bekanntgegebenen Zahlen der Citigroup. Experten sind der Ansicht, dass die Kredit Bank mit der geplanten Umstrukturierung vorankomme. Allerdings beinhalten die Maßnahmen auch die Streichung von mindestens 15.000 der weltweit rund 350.000 Stellen.
Weiterführende Links und Informationen zum Thema
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