Kredit-Magazin News vom 08.08.2008
Citigroup: Einigung bei Streit um problematische Anleihen
Die US-Großbank Citigroup hat angekündigt, umstrittene ARS-Anleihen von etwa 40.000 privaten und institutionellen Kunden zum Nennwert zurückzukaufen. Das Kredit Institut schätzt den Umfang des Rückkaufs auf 7,3 Mrd. Dollar. Zudem sicherte die Bank zu, alle Investoren voll zu entschädigen, die ihre Auction-Rate-Schulden mit einem Verlust verkauft haben. Außerdem zahlt die Bank Zivilstrafen von je 50 Mio. Dollar an New York und an die North American Securities Administrators Association. Mit diesen Maßnahmen will die Citigroup den Streit mit den US-Behörden beenden.
Der New Yorker Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo hatte der Citigroup mit einer Klage gedroht und dem Institut vorgeworfen, die Wertpapiere in betrügerischer Absicht vermarktet zu haben. Bei den Anleihen vom Typ "Auction-Rate-Securities" (ARS) handelt es sich um Darlehen mit langer Laufzeit, deren Zinssatz aber in kurzen Abständen bei Auktionen neu festgesetzt wird. Sie wurden den Kunden fälschlicherweise als sicher, liquide und bargeldgleich dargestellt. Wegen der Kredit Krise war der Markt für diese Wertpapiere zusammengebrochen.
Der Einigung gingen umfangreiche Untersuchungen der US-Justiz und der Börsenaufsicht SEC voraus. Es handelt sich bei dem Übereinkommen der Citibank um einen Präzedenzfall, da landesweit gegen weitere Banken und Brokerhäuser wegen betrügerischen Verhaltens im Zusammenhang mit ARS ermittelt wird.
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