Kredit-Magazin News vom 31.07.2008
Deutsche Bank trotz Milliarden Belastungen mit schwarzen Zahlen
Die Deutsche Bank hat trotz Abschreibungen wegen der Kredit Krise von 2,3 Mrd. Euro im zweiten Quartal dieses Jahres wieder schwarze Zahlen geschrieben. Der Vorsteuergewinn von Deutschlands größtem Finanzinstitut schrumpfte um drei Viertel auf 642 Mio. Euro. Die Gesamtbelastungen addieren sich inzwischen auf 7,3 Mrd. Euro. Dem größten Teil der Abschreibungen des letzten Quartals liegen US-Wohnungsbaudarlehen mittlerer Qualität, Beteiligungen bei US-Kreditversicherern sowie gewerbliche Immobilien Kredite zugrunde.
Ein positives Ergebnis konnte die Deutsche Bank im Privatkundengeschäft verzeichnen. Hier legte der Gewinn um elf Prozent zu und verbuchte nach Angaben der Bank das beste Quartal der Geschichte. Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann setzt aufgrund der Stabilität dieses Bereichs auf den Ausbau durch Zukäufe. "Wir werden unser Kerngeschäft sowohl durch Wachstum aus eigener Kraft als auch durch sinnvolle Übernahmen weiter ausbauen", bekräftigte Ackermann. Bei dem Verkauf der Citibank Anfang Juli konnte sich das Finanzinstitut nicht gegen die französische Genossenschaftsbank Crédit Mutuel durchsetzen. Weiterhin besteht bei der Bank jedoch das Interesse an einer Fusion u.a. mit der Postbank, die mit 14,4 Mio. Kunden Deutschlands größte Privatkundenbank ist.
Weiterführende Links und Informationen zum Thema
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