Kredit-Magazin News vom 15.08.2009
Deutsche sparen wieder mehr Geld
Die privaten Haushalte in Deutschland haben aufgrund der Wirtschaftskrise und aus Sorge vor Arbeitslosigkeit wieder mehr gespart. Nach Angaben der Bundesbank wurden mit 52 Mrd. Euro im ersten Quartal 2009 sechs Mrd. Euro mehr zurückgelegt als Anfang des vergangenen Jahres. Das entspricht einer Sparquote (Anteil der Ersparnis am verfügbaren Einkommen) von 11,7 Prozent. Insgesamt stieg das Geldermögen der deutschen Privathaushalte leicht auf 4,43 Bil Euro. Durch Gesamtschulden in Höhe von rund 1,53 Bil. Euro lag das Geldvermögen jetzt netto mit 2,9 Bil. Euro etwa 20 Mrd. Euro höher als Ende 2008.
Dabei wurde das Guthaben vor allem auf Spar- und Girokonten sowie in Wertpapiere angelegt. Vermutlich wegen der stark gefallenen Verzinsung bei Termingeld investierten die Verbraucher knapp 50 Mrd. Euro weniger in Fest- oder Tagesgeld. Stattdessen stieg die Nachfrage nach Rentenpapieren (plus 21 Mrd. Euro) sowie Investmentzertifikaten (plus 9 Mrd. Euro).
Laut Bundesbank reduzierten die Bundesbürger außerdem weiterhin ihre Aktienbestände, jedoch fielen die Verkäufe mit zwei Mrd. Euro gegenüber 33 Mrd. Euro im letzten Quartal 2008 deutlich geringer aus. Wegen des gestiegenen Kfz-Absatzes vor dem Hintergrund der Abwrackprämie nahmen die Verbraucher zudem mehr Kredite zur Finanzierung auf. bor
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