Kredit-Magazin News vom 25.08.2009
Deutsche verleihen nur unwillig Geld
Laut einer aktuellen Umfrage der Comdirect Bank trennen die Bundesbürger grundsätzlich Geld und Freundschaften. So stimmten in der Studie des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Kredit Bank 85 Prozent dem Sprichwort "Beim Geld hört die Freundschaft auf" zu. Konsequent verleihen denn auch 30 Prozent der Deutschen generell kein Geld, auch nicht an gute Freunde. Von den Befragten, die Geld verleihen würden, verbinden damit 60 Prozent Bedingungen.
So erwarten 84 Prozent der Bürger, von den Ausleihenden über den Verwendungszweck informiert zu werden. Will der Freund mit dem Geld eine Arztrechnung bezahlen, willigen 80 Prozent der Deutschen in das Borgen des entsprechenden Betrags ein, bei der finanziellen Unterstützung in einem Rechtsstreit sind es noch 57 Prozent. Dagegen sehen lediglich acht Prozent im Begleichen offener Spielschulden oder in der Finanzierung eines Urlaubes einen ausreichenden Grund für den Geldverleih. Schlusslicht ist der Verwendungszweck einer Schönheits-Operation mit nur vier Prozent Akzeptanz.
Dabei würden sich mit 66 Prozent rund zwei Drittel der Befragten laut der Comdirect Studie eine Bestätigung über den ausgeliehenen Betrag ausstellen lassen. Lediglich jeder Dritte Deutsche (33 Prozent) vertraut seinen Freunden beim Thema Geld vollständig und ist mit einer mündlichen Abmachung zufrieden.
Befragt wurden Anfang 2009 bundesweit 1.060 Personen zwischen 18 und 65 Jahren. sch
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