Kredit-Magazin News vom 02.08.2008
Deutsche wenden sich wegen Kredit Krise von Aktien ab
Laut einer Mitteilung des Deutschen Aktieninstituts (DAI) haben die weltweite Kredit Krise und die bevorstehende Abgeltungssteuer in Deutschland zu einer sinkenden Anzahl an Aktienbesitzern geführt. Im ersten Halbjahr dieses Jahres fiel die Zahl der Aktionäre und Aktienfondsbesitzer um 483.000 auf 9,8 Mio. "Im Vergleich zum Höchststand aus dem Jahr 2001 hat sich damit fast ein Viertel der deutschen Privatanleger von der Aktienanlage verabschiedet", so das DAI. Die Experten sehen als einen wichtigen Grund für diese Entwicklung die internationale Kredit Krise, die zu drastischen Rückgängen an den Aktienmärkten geführt habe.
Unter anderem durch den Börsencrash im Jahre 2002 haben die Deutschen ein zwiespältiges Verhältnis zu Aktienanlagen. Derzeit besitzen auf international relativ geringem Niveau von nur 15,2 Prozent der Deutschen Aktien oder Anteile an Aktienfonds. Allerdings habe sich laut DAI das Verhalten der Fondsbesitzer zunehmend hin zur Investition in gemischte Fonds geändert. Die Experten führen diese Tendenz auch auf die Einführung der Abgeltungssteuer zurück: "Kurzfristig dürften ebenfalls die Reaktionen auf die drastische Verschlechterung des Aktienbesitzes durch die ab 2009 greifende Abgeltungsteuer eine Rolle spielen." Dabei zeigt die DAI-Erhebung große regionale Differenzen: In den neuen Bundesländern investieren Privatleute vermehrt in Aktienfonds. Die Zahl kletterte hier auf 1,67 Mio.
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