Kredit-Magazin News vom 12.08.2008
Dresdner schreibt wegen Kredit Krise zum dritten Mal Verluste
Die Dresdner Bank kämpft weiterhin stark mit den Folgen der Kredit Krise. Neue Abschreibungen in Höhe von 545 Mio. Euro führten im letzten Quartal zum dritten Mal hintereinander zu Verlusten. Damit schrieb die Allianz-Tochter als einzige große deutsche Geschäftsbank nahezu während der gesamten Finanzkrise rote Zahlen. Die Gesamtbelastungen der Kredit Bank belaufen sich inzwischen auf mehr als 3 Mrd. Euro und sind damit weit höher als die Abschreibungen der Commerzbank und der Postbank. Nur die Deutsche Bank hat höhere Verluste zu verzeichnen.
Parallel laufen Finanzkreisen zufolge weiterhin die Gespräche der Allianz mit Interessenten über einen Verkauf der Banken Tochter. Dabei seien die Gespräche mit der Commerzbank am weitesten fortgeschritten, hieß es. Allerdings werden die Fusionsgespräche und die damit einhergehenden Buchprüfungen durch die Kredit Krise erschwert, da das Ausmaß der Risiken in den Bilanzen schwer abzusehen ist.
Einen Verkauf des Finanzinstituts schätzen Analysten als Befreiungsschlag ein, der den Aktienkurs des weltgrößten Versicherers Allianz antreiben könnte. Derzeit wird die Dresdner Bank in die zwei eigenständigen Einheiten Privat- und Firmenkundengeschäft sowie Investmentbank aufgegliedert. Die Spaltung soll eine spätere Zerschlagung erleichtern.
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