Kredit-Magazin News vom 23.07.2008
Dritte Verhandlungsrunde im Banken-Tarifstreit ergebnislos
Bei den Verhandlungen im Bankgewerbe ist weiterhin keine Einigung in Sicht. Gestern wurde die dritte Tarifrunde für rund 250.000 Beschäftigte der öffentlichen und privaten Kredit Banken nach 14 Stunden ergebnislos vertagt. Zuvor hatten die Arbeitgeber den Gewerkschaften ein erstes Angebot von über sechs Prozent mehr Lohn vorgelegt. Das Gehalt sollte demnach in drei Schritten bis Ende 2010 ansteigen. Dieses wurde von Uwe Foullong, Verhandlungsführer der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), als indiskutabel bezeichnet. "Wir liegen weit auseinander und befinden uns damit nach wie vor in einer Konfliktsituation", betonte er.
Die Gewerkschaft verlangt eine Lohnsteigerung von jährlich acht Prozent oder mindestens 260 Euro. Die Arbeitgeber fordern dagegen eine stärkere Variabilisierung der Gehälter im Bankenvertrieb, was von Verdi strikt abgelehnt wird. Hauptschwierigkeit ist die Einigung der Kredit Banken und der Gewerkschaften auf den Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen im Falle von Fusionen. Verdi hatte bereits früh bei Zusammenschlüssen deutscher Großbanken wie der Postbank oder der Commerzbank vor dem Abbau von zehntausenden Stellen gewarnt. Die Arbeitgeber lehnten dies bisher ab.
Verdi kündigte an, dass es vor der nächsten Verhandlungsrunde am 16. September zu einer Ausweitung der ganztägigen Warnstreiks kommen werde.
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