Kredit-Magazin News vom 09.09.2008
Elfte US-Bankenpleite wegen weltweiter Kredit Krise
Mit der Schließung der Silver State Bank aus Nevada durch die Bundesbehörde FDIC (Federal Deposit Insurance Corp.) wurde die elfte US-Bank von der weltweiten Kredit Krise getroffen. Das 1996 gegründete, relativ kleine Institut besitzt 17 Filialen in Arizona und Nevada und ist vor allem auf Baufinanzierung spezialisiert. Das "Wall Street Journal" berichtete, nachdem sich die Zahlungsausfälle dieses Jahr gehäuft hätten, habe die Kredit Bank mit einem Aktienverkauf 40 Mio. Dollar erlösen wollen. Dies sei jedoch an fehlendem Interesse seitens der Investoren gescheitert. Die FDIC habe die Bank bereits früher schließen wollen, sei jedoch auf Widerstand lokaler Behörden gestoßen, so die Zeitung weiter.
Der Kollaps des Kredit Instituts könnte auch Auswirkungen auf den US-Präsidenten-Wahlkampf haben: Ein Adoptivsohn des Republikaner-Kandidaten John McCain saß nach Angaben des "Wall Street Journal" bis vor kurzem im Verwaltungsrat der Bank und war u.a. mit der Aufsicht über die Finanzen betraut. Weiter berichtet das Blatt, Andrew McCain habe seinen Posten bei der Bank am 26. Juli aus "persönlichen Gründen" aufgegeben, es gebe jedoch keinerlei Hinweise auf ein Fehlverhalten seinerseits.
Nach Meinung der FDIC seien wegen nicht zurückgezahlter Darlehen und Pleiten von Bauträgern weitere Zusammenbrüche regionaler Finanzinstitute zu befürchten. Die Zahl der geplatzten US-Immobilienkredite stieg im zweiten Quartal dieses Jahres bereits um fast 14 Prozent.
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