Kredit-Magazin News vom 31.08.2008
EU fordert gebührenfreien Kontowechsel
Im Streit zwischen der EU-Kommission und den europäischen Kredit Banken um einen kostenlosen Kontowechsel planen die Banken derzeit eine neue Selbstverpflichtung. Damit wollen sie einer gesetzlichen Regelung durch die EU zuvorkommen. EU-Kommissar Charlie McCreevy hatte den Kredit Instituten mit Gesetzesvorschriften gedroht, sollten diese sich nicht freiwillig zu einem kostenlosen Angebot verpflichten. Ein erster vorgelegter Entwurf des European Banking Industry Committee (EBIC), dem Zusammenschluss der Verbände auf EU-Ebene, war von McCreevy als ungenügend beurteilt worden.
Wenn auch im zweiten Anlauf keine Einigung erreicht wird, will der EU-Kommissar die Kredit Banken per Verordnung zu verschiedenen kostenlosen Dienstleistungen wie etwa eine zügige Weitergabe der Daueraufträge und Einzugsermächtigungen zwingen. Damit solle der Wettbewerb unter den Banken verstärkt werden. Brüssel kritisiert den bisher hohen Aufwand, der Verbraucher oft von einem Wechsel ihrer Bank abhält.
Der Verordnungsentwurf McCreevys geht weit über das bisherige Angebot der deutschen Kredit Institute hinaus. Die Forderung der EU-Kommission, über die Kontoschließung hinausgehende Dienstleistungen kostenlos anzubieten, sei nicht sachgerecht, kritisierte der Bundesverband der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken. Auch die Sparkassen forderten, weiterhin für zusätzliche Leistungen Entgelte erheben zu können.
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