Kredit-Magazin News vom 31.03.2009
Experten warnen vor Schuldenfalle durch neue Kreditkarten
Verbraucherschützer warnen vor der Nutzung sogenannter "Revolving" Kreditkarten, da diese schnell zur Schuldenfalle werden könnten. Bei dieser Kreditkarten-Art kann der Kunde anfangs nur einen Teil seiner Ausgaben ähnlich wie bei einem Kredit in Raten zurückzahlen. Die Revolving-Kreditkarten sind dabei mit zum Teil hohen Zinsen versehen. Frank-Christian Pauli, Bankenreferent vom Bundesverband der Verbraucherzentrale (VZBV): "Die Zinsen liegen generell deutlich über dem Niveau von Dispokreditzinsen und das macht dieses Modell unattraktiv für den Verbraucher, weil man mit Dispokrediten wesentlich übersichtlicher und auch kostengünstiger fahren kann."
Laut der Verbraucherzentrale bauten die Banken auf die Unkenntnis und Trägheit der Kunden, die nicht jeden Monat aktiv das Kreditkonto ausgleichen, um hohe Zinsen zu vermeiden. Besonders kritisch wird dabei die mangelnde Transparenz der Revolving-Karten gesehen. Pauli erklärt: "Viele Verbraucher sind überrascht, wenn ihnen zunächst eine günstige oder gar kostenlose Kreditkarte angeboten wird und ihnen später eine hohe Abrechnung ins Haus flattert".
In Deutschland werden bislang vor allem Debit oder Charge Cards angeboten, bei dem die ausgegebenen Beträge meist im Laufe eines Monats vom laufenden Girokonto abgebucht werden. Bei "Revolving"-Kreditkarten muss der Verbraucher dagegen monatlich lediglich einen bestimmten Mindestbetrag zurückzahlen, der andere Teil verbleibt mit Zinsen von bis zu 20 Prozent als Minus auf dem Kartenkonto. Verbraucherschützer befürchten daher eine schnelle Überschuldung der Kartenbesitzer. bor
Weiterführende Links und Informationen zum Thema
>> Kreditkarten - Wissenswerten zu Kreditkarten Arten
>> Umschuldung - Ablösen eines teuren Dispokredits
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