Der Erwerb von Wohneigentum wird in Deutschland weiterhin vor allem von jüngeren Familien und Paaren angestrebt. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage unter 1.792 Bürgern hervor, die die Prognos AG zusammen mit dem Allensbach Institut für Demoskopie durchgeführt hat. Demnach beabsichtigen insgesamt rund 1,5 Mio. Mieter in den folgenden zwei bis drei Jahren Eigentum zu kaufen oder zu bauen. Dabei sind über 78 Prozent Familien oder Paare bis 45 Jahre.
Von ihnen erklärten 40 Prozent, der Wunsch von Wohneigentum sei für sie ohne öffentliche Förderung nicht zu erfüllen. Aus diesem Grund würden 38 Prozent der Befragten eine Ausdehnung der staatlichen Unterstützung begrüßen. Wünsche an die Fördermittel sind Einfachheit und Transparenz. Zudem lehnten 65 Prozent der Bürger das Argument ab, staatliche Fördermittel für Wohnungsbau seien wenig hilfreich. Stattdessen wurde die Wiedereinführung der Eigenheimzulage gefordert. Weitere 60 Prozent traten für Steuererleichterungen ein.
Der Auftraggeber der Studie, der BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen, sieht die Notwendigkeit eines gleichwertigen Ersatzes für die Eigenheimzulage, die 2005 endete. Der dafür im Jahr 2008 eingeführte Wohn-Riester sei zu kompliziert, auch wenn das Programm Potential bieten würde. Bis jetzt wurden rund 200.000 Wohn-Riester-Verträge abgeschlossen. bor
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