Kredit-Magazin News vom 31.07.2008
Fed verlängert Notprogramm für Kredit Banken
Wegen der Sorge um weitere Bankenpleiten im Zuge der Kredit Krise hat die US-Notenbank Fed ihr Notfallprogramm für die Wall Street Banken verlängert. Die Fed kündigte eine Reihe von finanziellen Aktionen zur Stützung der Finanzinstitute an, beispielsweise können die Investmentbanken demnach auch 2009 auf Notfall Kredite der Notenbank zurückgreifen. Hintergrund ist u.a. der Notverkauf des fünftgrößten Wertpapierhändlers Bear Stearns an JP Morgan Mitte März. Trotz Sofortmaßnahmen der Fed hat sich bislang die Situation auf dem Finanzsektor kaum entspannt. Die Aktienkurse der Kredit Institute fallen stetig und die Banken verzeichnen immer neue Verlustabschreibungen.
Das Notfallprogramm der Fed geht über das hinaus, was Marktteilnehmer erwartet hatten. Kritiker befürchten, dass die Notenbank mit ihren Festigungsmaßnahmen Anreize für riskantes Verhalten ("Moral Hazard") schafft. Fed-Chef Ben Bernanke hatte sich deshalb zuvor gemeinsam mit US-Finanzminister Henry Paulson für eine größere Kontroll- und Machtbefugnis der Notenbank eingesetzt. "Die Entscheidung, Darlehen an Investmentbanken zu vergeben, könnte zu weniger effektivem Verhalten in der Zukunft führen. Die Regulierung und Aufsicht dieser Institute muss dieser Tatsache Rechnung tragen", so Bernanke Anfang Juli.
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