Kredit-Magazin News vom 02.01.2009
Gefährdung beim Online-Banking durch Viren und Trojaner nimmt zu
In den nächsten fünf Jahren werden von Viren und Trojanern die größten Gefahren für das Online-Banking ausgehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Hamburger Unternehmensberatung PPI. Demnach ist das sogenannte Phishing, das illegale Ausspähen von Passwörtern und Überweisungskennungen (Tan) dagegen nahezu irrelevant geworden. Betrüger hatten dabei Kunden per E-Mail dazu aufgefordert, ihre Daten zwecks einer angeblichen Sicherheitsprüfung auf einer imitierten Bank-Webseite einzugeben und konnten so auf das Kontoguthaben zugreifen. Mittlerweile reagiert nach Ansicht der Kredit Banken und des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) kaum mehr ein Kunde auf Phishing-Mails.
Inzwischen geht der größte Schaden von Programmen aus, die sich heimlich auf einem Rechner installieren und dabei Passwörter mitschreiben oder Überweisungen ableiten. Der Branchenverband Bitkom hat im vergangenen Jahr 4.100 Betrugsfälle - mit steigender Tendenz - beim Online Banking registriert, dabei wurden 19 Mio. Euro von Fremdkonten abgehoben. In wenigstens drei von vier Fällen waren Trojaner im Spiel.
Hilfe versprechen sich die Banken durch dynamische Überweisungskennungen (M-Tan), bei denen der Bankcomputer eine Ziffernfolge aus den Überweisungsdaten generiert und dem Kunden auf sein Handy oder ein mobiles Kreditkarten-Lesegerät (Secoder) sendet. Betrüger können so nicht mehr an die Konten kommen, da die Überweisung nicht funktioniert, wenn Empfänger oder Betrag geändert werden und die Daten nicht mehr zur Tan passen. Frank Felzmann, Sicherheitsexperte beim BSI, warnt jedoch: Wenn Kunden Bankgeschäfte über ihre PDAs abwickeln und dieselben Geräte als Handy nutzen, ist dieser Vorteil dahin". sch
Weiterführende Links und Informationen zum Thema
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