Kredit-Magazin News vom 04.07.2008
Gespräche zwischen Dresdner und Commerzbank intensiviert
Nach Angaben der Zeitung Handelsblatt sind die Verhandlungen über eine Fusion der beiden Kredit Banken Dresdner Bank und Commerzbank weit vorangeschritten. Laut Insider-Angaben würden sich nahezu täglich Banker, Manager und Wirtschaftsprüfer beider Banken zu Gesprächen treffen. Die seit etwa drei Wochen laufende gegenseitige Prüfung der Bücher werde womöglich noch im Juli abgeschlossen und mache den Weg frei für eine Entscheidung noch im August. Bei einer Fusion der beiden Kredit Banken würde das neue Finanzinstitut auf dem deutschen Bankenmarkt nach der Deutschen Bank den zweiten Platz einnehmen. Mit etwa 1.900 Filialen würde das Filialnetz dichter sein als das des Marktführers.
Die Dreier-Kombination aus Dresdner, Commerzbank und Postbank, die ebenfalls diskutiert wurde, ist dagegen nicht mehr relevant. "Das ist extrem unwahrscheinlich", so ein Beteiligter. Die Postbank versucht unterdessen, die Gespräche mit dem anderen Interessen wie ING, Lloyds TSB und Santander zu intensivieren. Insider halten es für kaum wahrscheinlich, dass vor der Bekanntgabe der Geschäftszahlen zum zweiten Quartal noch zu Ankündigungen bezüglich neuer Zusammenschlüsse kommt. Allerdings sei allen bewusst, dass der momentane Schwebezustand weder für die Mitarbeiter noch für die Kunden auf Dauer akzeptabel sei, so laut Handelsblatt ein Insider.
Neben der Dresdner sowie der Postbank steht weiterhin die Citibank zum Verkauf. Auch hier ist die Commerzbank als Bieter vertreten, auch wenn das Interesse der Commerzbank nicht wirklich ernsthaft sei, so Finanzkreise.
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