Durch die internationale Kredit Krise und fehlende Alternativen für rentable Anlagen scheint der Wunsch der Europäer nach einer eigenen Immobilie verstärkt worden zu sein. So gaben in einer Studie etwa 54 Prozent der Verbraucher in Europa an, den Zeitpunkt für einen Immobilienkauf jetzt für günstig zu halten. In Deutschland stimmten dem rund 52 Prozent der Studienteilnehmer zu. An der Studie zur Finanzlage europäischer Haushalte, die das britische Unternehmen Absolute Strategy Research (ASR) im Auftrag des Vermögensverwalters Janus Capital durchführte, nahmen etwa 6.000 Personen aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien und den Niederlanden teil.
Im Gegensatz zu der positiven Einschätzung von Immobilienbesitz sehen es 82 Prozent der Verbraucher derzeit als schwierig an, ein Darlehen zu erhalten. Rund 24 Prozent erklärten allerdings, sie hätten Schwierigkeiten, die Kreditzinsen fristgemäß zu zahlen. Entsprechend würde die Mehrheit der Europäer freies, unerwartetes Geld zum Tilgen von Schulden nutzen, erst an zweiter Stelle nannten 28 Prozent den Hauskauf.
In Deutschland, wo eher Wohnungen gemietet als gekauft werden, sagten überraschenderweise etwa 52 Prozent der Befragten, sie seien am Vermieten einer Immobilie als Kapitalanlage interessiert. Im europäischen Vergleich liegt die Anzahl der Verbraucher, die zusätzlich zu ihrem Eigenheim in eine weitere Immobilie investieren, lediglich bei rund zehn Prozent. Selbstbewohnte Immobilien sind bei den Europäern dagegen sehr hoch angesehen; 64,5 Prozent wollen deshalb den Wert ihres Heimes nicht als Altervorsorge einsetzen. bor
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