Kredit-Magazin News vom 25.08.2008
Italien entlastet Kreditnehmer
Um Privatinsolvenzen bei Grundbesitzern und einen weiteren Preisverfall am Eigenheimmarkt aufzuhalten, will Italien eine umfassenden Änderung des Hypothekengesetzes durchführen. Demnach dürfen Banken für Darlehensnehmer mit geringen und mittleren Einkommen variabel verzinste Kredite in Hypothekendarlehen mit festen Zinssätzen umwandeln und so die monatlichen Belastungen der Kreditnehmer reduzieren. Die Regierung erhofft so, die sich ausweitende Krise am Eigenheimmarkt einzudämmen.
Die Gesetzesänderung wurde mit dem italienischen Bankenverband abgestimmt, der wegen der Rückfinanzierung ebenfalls kein Interesse an einer Zunahme von Privatinsolvenzen hat.
Ähnlich wie in anderen europäischen Ländern wie Frankreich oder Spanien finanzierten die Italiener bisher Eigenheime vorwiegend über variabel verzinste Kredite. Der Zinssatz veränderte sich dabei vierteljährlich und orientierte sich an der Euribor-Rate (Zinssatz für Termingelder im Interbankengeschäft innerhalb des Euro-Raums). Da dieser wegen der Kredit Krise deutlich angestiegen ist, wurden Grundeigentümer teilweise mit mehr als 400 Euro monatlich zusätzlich belastet.
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