Kredit-Magazin News vom 21.04.2009
Kaum Zinssenkungen für Dispokredite
Weiterhin bleiben sowohl die Zinsen, die Banken für Kredite verlangen, als auch die Verzinsung bei Kontoüberziehungen von den Leitzinssenkungen der Europäischen Zentralbank (EZB) unbeeinflusst. Das hat WISO, das Wirtschaftsmagazin im ZDF, in seiner Sendung vom 20. April festgestellt. Demnach liegen die Dispozinsen der Geldinstitute durchschnittlich bei 11,5 Prozent und damit rund sechs Mal so hoch wie die Banken für Refinanzierungsmittel der Deutschen Bundesbank zahlen müssen.
Die Zentralbank hatte seit Oktober den Leitzins um insgesamt drei Prozentpunkte auf jetzt 1,25 Prozent gesenkt. Damit erreichte der Leitzins den tiefsten Stand seit zehn Jahren. Die Kredit Banken passten daraufhin die Zinssätze für Kundeneinlagen wie Fest- und Tagesgeld nach unten an. Konstant blieben dagegen nach Angabe von WISO die Zinsen, die Kunden an die Banken zahlen müssten. Demnach haben seit der ersten Leitzins-Anpassung im Oktober vergangenen Jahres 24 Banken ihre Zinssätze für Dispositionskredite im Schnitt um 0,40 Prozent gesenkt. Im Vergleich weisen vor allem Direktbanken niedrigere Zinsen auf.
Wer den Dispokredit auf seinem Girokonto über einen längeren Zeitraum ausschöpft und dafür hohe Zinsen zahlen muss, kann diese Belastung durch eine Umschuldung verringern. Der Dispositionskredit wird dabei durch einen normalen Ratenkredit mit niedrigeren Zinsen abgelöst, der eine flexiblere Rückzahlung ermöglicht. bor
Weiterführende Links und Informationen zum Thema
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