Kredit-Magazin News vom 10.06.2008
Koalition weiter uneinig bei schärferen Kredit Regelungen
In der Diskussion um schärfere Vorgaben und mehr Transparenz beim Handel mit Krediten sind sich Union und SPD laut der Zeitung WELT weiter uneinig. Strittig bleibt ein Sonderkündigungsrecht für Kreditnehmer beim Verkauf ihres Darlehens, ohne eine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen zu müssen. Vor allem SPD-Abgeordnete und CDU-Verbraucherpolitiker sind für eine solche Regelung, Finanzpolitiker und Banken lehnen diese ab.
Einig seien sich die Parteien dagegen darin, dass Banken künftig die Kunden über einen Kredit Weiterverkauf des Darlehens informieren müssen. Daneben soll eine Grundschuld nur noch mit der "Zweckbindung" weitergereicht werden dürfen. Außerdem soll eine Kündigung für einen ordentlich bedienten Kredit auch nicht im Falle einer Verschlechterung der Situation des Kreditnehmers möglich sein. Stattdessen sollen etwa bei Arbeitslosigkeit z.B. auch die Eltern weiterzahlen und der Kredit so beibehalten werden können.
Hintergrund der Gespräche von SPD und Union ist der Verkauf von vor allem hohen Immobilien-Krediten durch deutsche Banken, um ihre Bilanzen zu verbessern. Dies ist eine international übliche Methode und gilt grundsätzlich als sinnvoll, weil sich die Banken so günstig refinanzieren und dies zu niedrigeren Zinsen führt. In einigen Fällen hatten neue Gläubiger jedoch schnell Zwangsversteigerungen angeordnet und auch vertragsgerecht abgezahlte Kredite verkauft.
Weiterführende Links und Informationen zum Thema
>> Baufinanzierung - Wichtige Infos rund um den Baukredit
>> Immobilien Ratgeber - Wissenswertes zum Thema Immobilien
>> Baufinanzierer - Eine Übersicht über ausgewählte Baufinanzierer