Nach Informationen des Handelsblatts will die Bundesvereinigung Kreditankauf und Servicing (BKS) durch einen Verhaltenskodex und einen unabhängigen Ombudsmann gegen ihr schlechtes Image angehen. In dem Verhaltenskodex („Code of Conduct“) werden über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus „Regeln für den professionellen Umgang mit Schuldnern“ sowie „bindenden Qualitätsstandards“ festgelegt.
Mit der Berufung eines Ombudsmannes, der aus einer höheren juristischen Instanz kommen soll, will der BKS ein Zeichen setzen. „Wir wollen den Bedenken in der Öffentlichkeit Rechnung tragen und künftig für mehr Transparenz sorgen.“ In der Vergangenheit wurde in den Medien über teilweise ruppige Methoden und Zwangsvollstreckungen durch Finanzinvestoren berichtet.
In der Bundesvereinigung Kreditankauf und Servicing sind nach eigenen Angaben 90 Prozent der Unternehmen, die Kredite verkaufen, vertreten. Seit der Bankkrise im Jahr 2002 sind nach Angaben der Kredit Wirtschaft Kredit-Forderungen von 35 Mrd. Euro bis 40 Mrd. Euro verkauft worden. Banken können durch Kreditverkäufe ihre Bilanzen entlasten und dadurch Spielräume für neue Finanzierungen schaffen; zudem verbessern diese die Refinanzierung der Institute.
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