Kredit-Magazin News vom 16.05.2009
Kreditkarten-Betrug mit Lesegeräten nimmt zu
Im Zusammenhang mit einer zunehmenden Zahl an Betrugsfällen mit Kreditkarten- und Kundendaten nimmt auch der Betrug mit sogenannten Handskimming-Geräten immer mehr zu. Die von den Betrügern für das Handskimming verwendeten Geräte lassen sich durch ihre geringe Größe einfach in der Handfläche verbergen. Häufig werden die kleinen Lesegeräte wie ein Anhänger am Schlüsselbund getragen. Gibt der Kartenbesitzer seine Geld- oder Kreditkarte aus der Hand, kann der Betrüger diese zum Einlesen der Daten unbemerkt durch das in seiner Hand versteckte Gerät ziehen. Das Prinzip ist hierbei ähnlich zu dem eines normalen Karten-Terminals im Geschäft. Das Kopieren der Kartennummer bleibt so für den Kartenbesitzer nahezu unbemerkt.
Mit den Lesegeräten lassen sich bis zu 3.000 Datensätze speichern. Nach dem erfolgreichen Ergaunern der Kreditkarten-Daten erstellen die Betrüger Kopien von den Karten, die anschließend an Geldautomaten, in Geschäften und für Online-Shops eingesetzt werden.
Das Risiko, Opfer von Kreditkartenbetrug zu werden, ist hoch. Schutz bietet ausschließlich ein überlegtes Verhalten beim Umgang mit der Kredit- oder Bankkarte. Nur wer genau aufpasst, wenn man die eigene Karte aus der Hand gibt und der bei der Eingabe der Kontodaten am Automaten vorsichtig ist, geht aufmerksam genug vor. Thomas Schlüter vom Bundesverband Deutscher Banken rät außerdem, auch die Kontoauszüge regelmäßig zu überprüfen. Besteht ein Verdacht auf fremde Abbuchungen vom Girokonto, sollte man die Karte sofort sperren lassen. bor
Weiterführende Links und Informationen zum Thema
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