Kredit-Magazin News vom 08.09.2008
Neue Spekulationen um einen Verkauf der Postbank
Mehreren Berichten zufolge, kommt in die Verhandlungen um einen Postbank-Verkauf erneut Bewegung. Wie die WirtschaftsWoche aus Kreisen des Bundesfinanzministeriums erfuhr, sei der Mutterkonzern Deutsche Post inzwischen offenbar bereit, in seinen Preisvorstellungen nach unten zu gehen. Demnach hieß es aus dem Umfeld des Ministeriums, die Post "würde jetzt auch einen hohen einstelligen Milliardenbetrag akzeptieren". Der Preis solle beim aktuellen Börsenwert plus eines etwa 30-prozentigen Zuschlags bei 8,5 bis 9,5 Mrd. Euro liegen. Bisher war ein Kaufpreis von mehr als zehn Mrd. Euro im Gespräch.
Zudem erfuhr das Handelsblatt, dass die Deutsche Bank wieder stärkeres Interesse an der Postbank zeigt. Es sei zu erneuten Gesprächen zwischen Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann und dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Post, Frank Appel, gekommen. Das Kredit Institut prüfe neue Beteiligungsmodelle, u.a. werde ein Einstieg bei der Postbank nur mit einem Minderheitsanteil von unter 30 Prozent diskutiert.
Weiterhin ist jedoch unklar, ob die Deutsche Post ihre Bankentochter, an der sie noch eine Mehrheit von 50,1 Prozent hält, überhaupt verkaufen will. Eine Entscheidung über einen möglichen Verkauf könnte auf der nächsten Sitzung des Aufsichtsrates am 12. September fallen.
Weiterführende Links und Informationen zum Thema
>> Postbank - Die Tochter der Deutschen Post im Porträt
>> Kredit - Hintergrundinfos zu Krediten und Finanzierung
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