Kredit-Magazin News vom 01.10.2009
Ost und West unterscheiden sich laut Umfrage in Ansichten zum Thema Geld
Beim Thema Geld haben ost- und westdeutsche Bundesbürger zum Teil stark unterschiedliche Wertmaßstäbe, so die Kernaussage einer Umfrage der Comdirect Bank. In deren Auftrag hatte das Forsa-Institut bundesweit 1.060 Personen zwischen 18 und 65 Jahren zu ihrer Einstellung zu Geld befragt.
Große Unterschiede lassen sich demnach beim Thema Geld im Privatleben feststellen. So gaben mit 37 Prozent mehr Ost- als Westdeutsche an, grundsätzlich kein Geld an Freunde zu verleihen. Westdeutsche stimmten dem nur zu 29 Prozent zu. Eine ähnliche Verteilung (Ost: 39 / West: 29 Prozent) lässt sich bei der Zustimmung zu dem Sprichwort "Geld verdirbt den Charakter" finden. Bei Geldsorgen wird, so die Studie der Kredit Bank, im Osten innerhalb der Familie schneller darüber gesprochen als in Westdeutschland (Ost: 73 / West: 62 Prozent).
Auch das Anlageverhalten differiert nach Angaben der Befragung. 17 Prozent der Westbürger investieren demnach häufiger in Aktien, im Osten sind dies lediglich acht Prozent. Zugleich besitzen Westdeutsche eine größere Anzahl an Sparprodukten. So nutzt jeder Zweite einen Bausparvertrag (West: 50 / Ost: 34 Prozent); nahezu drei Viertel haben ein Sparbuch (West: 72 / Ost: 59 Prozent). Aber auch Übereinstimmungen lassen sich bei Geldanlagen finden: Riester-Sparpläne (West: 24 / Ost: 26 Prozent) und Termingeld (West: 20 / Ost: 22 Prozent) erfreuen sich sowohl in Ost als auch in West gleicher Beliebtheit. bor
Weiterführende Links und Informationen zum Thema
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