Kredit-Magazin News vom 01.08.2009
Postbank schreibt höhere Verluste als erwartet
Die Deutsche Postbank AG hat im zweiten Quartal dieses Jahres einen Verlust vor Steuern von 69 Mio. Euro geschrieben. Auch wenn Experten einen niedrigeren Verlust erwartet hatten, konnten damit die Einbußen von 91 Mio. Euro aus dem ersten Jahresquartal eingegrenzt werden. Vor allem eine nahezu verdoppelte Risikovorsorge in Höhe von 157 Mio. Euro für mögliche Kredit-Ausfälle belasteten das Postbank-Ergebnis. Insgesamt verzeichnete die Bank einen Verlust von 14 Mio. Euro.
Das in Bonn ansässige Institut hat nach Einschätzung seines Vorstandschefs Stefan Jütte das Schlimmste in der Finanzkrise überstanden. Der Schwerpunkt der Belastungen liege im ersten Halbjahr, der Trend dürfe sich im zweiten Halbjahr langsam umkehren, erklärte er. Vorsichtig blieb man bei der Kredit Bank jedoch bezüglich weiterer Ausblicke. So rechnet die Postbank durch die konjunkturelle Entwicklung mit einer wachsenden Zahl von Insolvenzen und in Folge mit höheren Kreditausfällen. Daher sei weiter mit einem steigenden Bedarf an Risikovorsorge zu rechnen.
Die Postbank erhofft sich durch ihren Fokus auf das kleinteilige, hoch besicherte deutsche Privatkundengeschäft einen Vorteil gegenüber den andere Banken. Jütte sieht das Bonner Institut bei der Kreditversorgung der deutschen Wirtschaft von seiner guten Liquiditätsausstattung profitieren.
Bereits jetzt lässt sich im Kreditgeschäft mit Privatkunden ein Anstieg gegenüber dem ersten Halbjahr 2008 um rund vier Prozent feststellen. Im mittelständischen Firmenkundengeschäft konnte die Bank sogar das Kredit-Volumen um 2,2 Mrd. Euro auf zuletzt 6,2 Mrd. Euro steigern. bor
Weiterführende Links und Informationen zum Thema
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