Kredit-Magazin News vom 12.09.2008
Postbank-Teilübernahme durch Deutsche Bank gilt als sicher
Nach bestätigten Berichten hat gestern der Vorstand der Deutschen Post den Verkauf eines Teils des Postbank-Aktienpakets an die Deutsche Bank beschlossen. Demnach will die Deutsche Bank vorerst 29,75 Prozent der Privatkundenbank übernehmen. Nach frühestens einem Jahr hat die Kredit Bank dann das Vorkaufsrecht auf die etwas mehr als 20 Prozent, die die Deutsche Post weiterhin an der Postbank halten wird. Dabei sollen Deutsche Bank und Postbank nebeneinander als Institute bestehen bleiben.
Der Branchenprimus Deutsche Bank will etwas mehr als 55 Euro pro Aktie bezahlen, was einem Gesamtpreis von 2,7 Mrd. Euro entspricht. Damit wird der Gesamtwert der Postbank auf rund neun Mrd. Euro beziffert. An der Börse wurde die Postbank-Aktie zuletzt mit 46,91 Euro gehandelt, so dass der Verkaufspreis etwa fünf Euro über dem aktuellen Börsenwert liegt.
Nachdem sich Postchef Frank Appel deutlich für die Übernahme durch die Deutsche Bank ausgesprochen hat, muss heute der Aufsichtsrat der Deutschen Post der Entscheidung des Vorstands noch zustimmen.
Zuvor hatte die spanische Großbank Santander überraschend ein Angebot über eine 100-Prozent-Übernahme der Postbank vorgelegt. Das Gebot sei allerdings abhängig von einer vertieften Buchprüfung, so das Kredit Institut.
Von Arbeitnehmerseite wird der Postbank-Teilverkauf an die Deutsche Bank äußerst skeptisch gesehen, da mit einer Streichung von tausenden von Arbeitsplätzen gerechnet wird.
Weiterführende Links und Informationen zum Thema
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