Kredit-Magazin News vom 21.09.2009
Private Anleger in Deutschland setzen auf Sicherheit statt auf Rendite
Vor dem Hintergrund der Kredit Krise sind die deutschen Anleger noch vorsichtiger geworden und investieren lieber in den deutschen als in den internationalen Markt. Dass sie dabei bewusst auf eine bessere Rendite verzichten, zeigt eine aktuelle Studie, die die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zusammen mit der Fondsgesellschaft Schroders durchgeführt hat. Demnach haben Anleger in den letzten Monaten ihr Geld vermehrt in niedrig verzinste und somit renditearme Produkte wie Tagesgeld gesteckt, anstatt die Schwäche der Aktienmärkte für Investitionen zu nutzen.
Achim Küssner, Schroders-Geschäftsführer Deutschland und Österreich, erläutert: "Die deutschen Anleger sind von der Finanzkrise stark verunsichert. Bei ihnen herrscht eine große Diskrepanz zwischen Kopf und Bauch." So wüssten die Anleger, dass für eine gelungene private Altersvorsorge renditeträchtige Kapitalmarktprodukte nötig seien. 42 Prozent der Befragten sehen in dem Zusammenhang China als eine der zukünftig größten Wirtschaftsnationen, trotzdem erklärten laut Studie 63 Prozent, ihnen sei die Anlage in internationale Aktien mit Fokus auf China oder anderen Schwellenländern zu riskant. 47 Prozent gaben als Grund für eine Nicht-Anlage in diesen Wachstumsmärkten mangelnde Kenntnisse in diesem Gebiet an.
Als weiteres Ergebnis der Studie will der Großteil der Befragten ihr Kapital wie gehabt anlegen. Lediglich 14 Prozent planen, ihren Anteil an Aktien zu vergrößern. 28 Prozent wollen ebenso bei Festgeld oder Tagesgeldkonten verfahren, obwohl durch die zurzeit niedrige Verzinsung kaum langfristig sinnvolle Sparziele erreicht werden können. sch
Weiterführende Links und Informationen zum Thema
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