Kredit-Magazin News vom 01.09.2008
Profitieren Verbraucher von Übernahme bei Kredit Banken?
Nach der erfolgreichen Fusion der beiden Kredit Banken Commerzbank und der Allianz-Tochter Dresdner reagierte die Börse in Frankfurt mit abfallenden Aktien-Werten. Die Commerzbank war zu Beginn der mit Abstand schwächste Dax-Wert, die Allianz-Aktie notierte dagegen fast unverändert. Die Befürchtungen der Analysten, dass die Dresdner Bank eine zu hohe Kostenbelastung für die Commerzbank darstellt, schlug sich im Aktienverlauf nieder. Am stärksten positionierte sich die Postbank, um die es ebenfalls Verkaufsspekulationen gibt, mit einem Zulage um 0,8 Prozent.
Allianz und Commerzbank hatten sich am vergangenen Sonntag nach monatelangen Verhandlungen auf eine Fusion der beiden Kredit Institute geeignet. Die Übernahme soll in zwei Schritten verlaufen und bis spätestens 2009 abgeschlossen sein. Die Commerzbank will die jährlichen Kosten nach der Übernahme der Dresdner um etwa 1,9 Mrd. Euro drücken. Vor allem im Investmentbanking soll eingespart werden. Damit verbunden sind nach Angaben der Kredit Bank die Streichung von mit 9.000 Stellen 13 Prozent der 67.000 Arbeitsplätze. Im Privat- und Firmenkundengeschäft sollen es bis 2012 dann 95 Prozent sein.
Nach Meinung von Experten dürften die Verbraucher insofern von dem Zusammenschluss profitieren, dass sich dadurch der Preisverfall bei Finanzprodukten weiter beschleunigen würde. So würden nach Einschätzung der Finanzexperten vor allem Girokonten und Kredite billiger werden. Bereits zuvor hatte die Commerzbank mit ihrer Online-Tochter Comdirect auf dem Ratenkredit- und Girokonten-Markt mitgemischt.
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