Kredit-Magazin News vom 10.08.2008
RBS mit Gewinneinbruch und roten Zahlen
Die zweitgrößte britische Bank, die Royal Bank of Scotland (RBS), musste wegen der Kredit Krise im ersten Halbjahr 2008 Abschreibungen in Milliardenhöhe verzeichnen und rutschte in die roten Zahlen. Die Kredit Bank verbuchte einen Verlust vor Steuern in Höhe von 691 Mio. Pfund (877 Mio. Euro). Analysten hatten allerdings mit einem höheren Verlust von bis zu 1,2 Mrd. Pfund gerechnet. Bankchef Fred Goodwin sagte, das erste Halbjahr sei sowohl für die gesamte Branche als auch für die RBS schwierig gewesen. Bei der Beurteilung der zukünftigen Entwicklung blieb Goodwin vorsichtig. Es sehe so aus, als ob sich die schwierige Lage an den Finanzmärkten mit einer weltweiten Konjunkturabkühlung vermische.
Die Royal Bank of Scotland überlegt zurzeit einen Verkauf ihrer Versicherungsparte. Der Münchener Versicherer Allianz, der zuvor sein Interesse an einer Übernahme bekundet hatte, hat sich nach eigenen Angaben inzwischen jedoch gegen ein Kaufangebot entschieden. Die britische Bank sammelt nun Gebote für ihr Versicherungsgeschäft und will anschließend entscheiden, ob sie die Sparte tatsächlich verkauft.
Die RBS hatte im Jahr 2007 gemeinsam mit der spanischen Santander und der belgisch-niederländischen Fortis eine Milliarden-Übernahme der niederländischen Bank ABN Amro durchgeführt. Goodwin bewertet die Fortschritte bei der Integration der von ABN Amro übernommenen Sparten als positiv, hier komme man schneller voran als geplant.
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