Nach Angaben des Handelsblatts will die Deutsche Post in der kommenden Woche mit dem Verkauf der Postbank beginnen. Noch im Sommer solle dann eine Vorentscheidung fallen. Die Regierung, die bis Anfang nächsten Jahres über ihre Beteiligung ein Veto-Recht beim Verkauf der Kredit Bank hat, dringt nach Informationen des Blattes auf einen zügigen Verkauf noch in diesem Jahr. Unter Berufung auf Regierungskreise berichtet die Zeitung weiter, Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) wolle bereits im Sommer von Postchef Frank Appel den Namen des zukünftigen neuen Besitzers der größten deutschen Privatkundenbank erfahren.
Post und Postbank äußerten sich diesbezüglich lediglich dahingehend, dass man nach wie vor in dem bekannten informellen Sondierungsprozess sei und keine Eile und keinen Druck habe. Da parallel weitere Fusionsgespräche um die Dresdner Bank und die Commerzbank sowie die Citibank laufen, gerät die Postbank in eine diffizile Situation. Würde die Deutsche Bank die Citibank kaufen und Dresdner und Commerzbank fusionieren, bliebe die Postbank im Konsolidierungsprozess eventuell außen vor, hat jedoch zurzeit Interessenten genauen Einblick in ihre Bücher gewährt.
Laut Finanzkreisen gibt es neben den deutschen Bankinstituten auch mehrere ausländische Interessenten für die Postbank. Laut der Zeitung „Sunday Times“ prüft die britische Bank Lloyds TSB ein Gebot für die Bank.
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