Kredit-Magazin News vom 21.07.2009
Rote Zahlen bei der SEB durch Geschäft im Baltikum
Die schwedische Großbank SEB verzeichnete im zweiten Quartal dieses Jahres einen Verlust in Höhe von 170 Mio. Schwedischen Kronen (etwa 15,44 Mio. Euro). Im Vergleich zum Vorjahresquartal verschlechterte sich das Ergebnis damit um 106 Prozent. Hintergrund der schlechten Bilanz der auch in Deutschland tätigen SEB ist der wirtschaftliche Abschwung in den baltischen Staaten, in denen die Kredit Bank stark aktiv ist. Durch Abschreibungen und Vorsorge für faule Kredite in Estland, Lettland und Litauen konnte das Institut im Vergleich zu 3,5 Mrd. Kronen im Vorjahr nun lediglich einen Gewinn von 618 Mio. Kronen (56 Mio. Euro) verbuchen.
Die SEB-Bank gehört in Schweden zu den vier größten Bankengruppen des Landes und gilt im Baltikum als das zweitgrößte Institut. Mit 2,3 Mrd. Kronen musste die SEB ihre kompletten Firmenwerte dort abschreiben. Zusätzlich musste die Bank 2,6 Mrd. Kronen als Vorsorge für Kredite bereitstellen, die nach Annahme der Bank nicht mehr zurückgezahlt werden. Das entspricht drei Viertel der kompletten Vorsorge. Allerdings findet lediglich rund ein Zehntel der Geschäftstätigkeit in den baltischen Staaten statt.
Laut SEB-Konzernchefin Annika Falkengren sei man noch nicht aus dem Gröbsten heraus. "Die ökonomische Situation im Baltikum bleibt anspruchsvoll." Langfristig hoffe sie aber auf Besserung. "Wir stehen zu der Region", so Falkengren.
Lässt man die Verluste in den baltischen Staaten außen vor, konnte das Institut eine Steigerung seiner Einnahmen und auch einen höheren Gewinn verzeichnen. bor
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