Der Verkauf der Postbank läuft nach Angaben der Zeitung WELT nicht so reibungslos wie erwartet. Demnach haben bisher nur die Commerzbank zusammen mit der Allianz bzw. der Tochter Dresdner Bank sowie die Deutsche Bank Interesse an der Übernahme der Bank geäußert. Weitere Investoren aus dem Ausland oder aus Deutschland gibt es nach dem Bericht der Zeitung nicht. Außerdem sei der erwartet hohe Verkaufspreis wahrscheinlich nicht weiter aufrecht zu erhalten. Ursprünglich war Post-Chef Frank Appel davon ausgegangen, die Kredit Bank weit über dem aktuellen Börsenwert von 9,5 Milliarden Euro verkaufen zu können. Die Führung der Post muss nun entscheiden, ob wie bisher vorgesehen in der nächsten Woche erste Interessenten Einblick in die internen Daten der Bank gewährt wird.
Ursache für das schwindende Interesse an der Postbank ist die anhaltende Finanzkrise, die die Branche bereits seit einem Jahr belastet. „Viele Banken haben zurzeit einfach kein Geld übrig, um ein so großes Haus wie die Postbank zu kaufen“, so ein Kommentar aus dem Umfeld des Post-Konzerns. Zudem sind die Konditionen für einen Kredit, der für einen Ankauf der Bank nötig wäre, zurzeit für Unternehmen sehr schlecht. Analysten erwarten außerdem, dass auf die Postbank trotz der im Vergleich zu anderen Banken geringen Belastungen durch die Kredit Krise weitere Abschreibungen zukommen werden.
Auch die parallelen Fusionsgespräche bei der Dresdner Bank sowie der Citibank ziehen potentielle Bieter der Postbank ab. Beispielsweise tendiere die Deutsche Bank eher zu einem Ankauf der Citibank. „Das ist für die Deutsche das unkompliziertere Geschäft, bei dem sie sich nicht die Finger mit Stellenabbau schmutzig machen muss“, so ein Kenner der Vorgänge.
Weiterführende Links und Informationen zum Thema
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