Nachdem das Innenministerium einen Neuentwurf des Datenschutzgesetzes vorbereitet, prüft die Wiesbadener Kreditauskunft Schufa nun die Gesetzespläne. Vorgesehen ist, dass die Verbraucher ein Mal im Jahr eine kostenlose Selbstauskunft über die gespeicherten Daten erhalten können.
Die Schufa-Firmensprecherin Katrin Haase erklärte, sie rechne mit einer neuen Gesetzeslage. Haase wies außerdem darauf hin, dass bereits jetzt in den Schufa-Servicestellen die individuellen Daten eingesehen werden könnten. "Wenn man nur mal reinschaut, ist das kostenlos", so Haase. Dagegen kostet das Ausdrucken der Daten oder eine Bestellung der Selbstauskunft zurzeit 7,80 Euro.
Banken, Versicherungen, Telefonanbieter und Versandhäuser holen bei der Schufa ("Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung") Informationen über die Zahlungsfähigkeit der Kunden ein. Dazu werden Daten wie Name, Familienstand, Einkommen, Beschäftigungsdauer, Berufsgruppe, Ausgaben, Erfahrungen zu Kontoführung und Krediten erfragt. Die Adresse eines Verbrauchers werde bei der Schufa ohne weitere Auswertung verzeichnet. Verbraucherzentralen vermuten, dass bei anderen Auskunfteien jedoch auch die Adresse als Bewertungskriterium dient.
Während die Kredit Banken von mehr Gerechtigkeit zum Vorteil der Kunden sprechen, halten Verbraucherschützer das sogenannte „Scoring“ wegen mangelnder Transparenz für ungenügend.
Weiterführende Links und Informationen zum Thema
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