Kredit-Magazin News vom 12.12.2008
SEB Bank prüft angeblich Verkauf von deutschem Privatkundengeschäft
Finanzkreisen zufolge, wägt die schwedische Großbank SEB einen Verkauf des deutschen Privatkundengeschäfts ab. Mit den Plänen vertraute Personen hatten dem Handelsblatt zudem mitgeteilt, es seien bereits Experten der Investmentbank Morgan Stanley damit beauftragt, den Markt zu sondieren und einen Käufer für die Filialen des Kredit Instituts zu finden. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen, ob es zu einem Verkauf komme, solle in den ersten Wochen des neuen Jahres entschieden werden. Auch einen offiziellen Prozess gebe es noch nicht. Erstes Interesse gebe es aus Frankreich, Spanien und möglicherweise Deutschland. SEB und Morgan Stanley lehnten eine Stellungnahme ab.
Die SEB Bank in Deutschland hatte zuletzt im Bereich Privatkunden renditeschwache Ergebnisse geliefert. Bereits im Jahr 2006 hatte SEB-Chefin Annika Falkengren dem deutschen Tochterinstitut einen Aufschub bis zum Jahr 2007 gewährt, um profitabler zu arbeiten. Im anderen Fall drohte sie mit einem Gesamtrückzug aus Deutschland.
Im Gegensatz zum Privatkundengeschäft werfen die anderen Sparten der deutschen SEB gute Rendite ab und ständen nach Angaben einer eingeweihten Person nicht zur Disposition. Ein Komplettrückzug aus Deutschland stehe laut Branchenangaben nicht zur Debatte. Allerdings gibt es auch andere Meinungen, nach der eine Trennung von weiteren Aktivitäten möglich sei.
Angesichts der anhaltenden Finanzkrise wird ein Verkauf des Privatkundengeschäfts jedoch als verheerend betrachtet. In der momentanen Lage seien alle deutschen Kredit Institute mit weiteren Schwierigkeiten oder wie im Falle der aufgekauften Institute Postbank und Citibank mit eigenen Fusionen beschäftigt. bor
Weiterführende Links und Informationen zum Thema
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